Bundesrat will Cannabis für Schwerkranke (pharmazeutischezeitung)

Admin   mei 13, 2015   Geen reacties

Die Bundesländer haben sich dafür ausgesprochen, Schwerkranken den Zugang zu medizinischem Cannabis zu erleichtern. In seiner Sitzung am 8. Mai stimmte der Bundesrat einer Verordnung der Regierung zu, in der es darum geht, eine Reihe von neuen  psychoaktiven Substanzen ins Betäubungsmittelgesetz (BtMG) aufzunehmen. Bei dieser Gelegenheit regten die Länder an, das BtMG demnächst um einen weiteren Punkt zu ergänzen.

Die Länder fordern, dass Cannabis-Extrakt und Cannabis-Blüten als verkehrsfähige und verschreibungsfähige Betäubungsmittel in die Regelversorgung von Schmerz- und Palliativpatienten aufgenommen werden. Bislang erhalten nur wenige Patienten medizinisches Cannabis über eine Ausnahmeerlaubnis nach § 3 BtMG. Das Mittel gilt dabei trotzdem stets als nicht verkehrsfähig. Es sei aber wichtig, dass Cannabis in diesen Fällen als verkehrs- und verschreibungsfähig eingestuft wird, so die Länder. Nur so könnten die Krankenkassen in Zukunft die Kosten übernehmen. Sobald das BtMG geändert sei, müssten entsprechende Verhandlungen mit den Kassen beginnen, so die Länder.

Eine sichere Abgabe von Cannabis an Schwerkranke ist den Bundesländern zufolge leicht zu gewährleisten. Genau wie bei der bislang geltenden Ausnahmeerlaubnis müsse der behandelnde Arzt Indikation, Umfang und Dauer der Verordnung eben sehr genau festschreiben. Die Entschließung der Länder geht nun an die Bundesregierung. (ah)

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Zoff ums Kiffen
Wie sinnvoll ist die Freigabe von Cannabis?

Jeder 4. Deutsche hat schon mal gekifft. Den Fahndern fällt es zunehmend schwer, den illegalen Cannabismarkt zu bekämpfen. Längst sind Anbau und Konsum quer durch die Republik Realität. Die Autoren Özgür Uludag und Daniel Bröckerhoff treffen exklusiv verdeckte Anbauer und Händler, erleben aber auch eines der größten Freigabe-Experimente der Welt in Colorado, USA. ZDFzoom fragt: Hinkt Deutschland bei der Legalisierung hinterher?

Seit 20 Jahren soll der Besitz von Haschisch und Cannabis zum Eigengebrauch nicht mehr verfolgt werden. In vielen Bundesländern wird der Besitz unter 6 Gramm nicht strafverfolgt, dafür aber die Fahrerlaubnis in Zweifel gezogen. Parallel dazu dürfen ausgewählte Patienten auch in Deutschland mittlerweile THC-Produkte auf Rezept nehmen. Bezahlen müssen sie aber selbst, weil die Kassen diese Art von Medizin nicht übernehmen.Mehr als 120 Strafrechtsprofessoren fordern inzwischen die Legalisierung von Cannabis. Ausgerechnet die USA könnten ein Vorbild sein: Im Bundesstaat Colorado ist durch die Legalisierung ein wahrer Wirtschaftsboom in der Hanf-Industrie ausgelöst worden.

Die Autoren treffen auf Menschen, die statt Feierabend-Bier Cannabis konsumieren. Und Polizisten, die sich fragen, ob man Millionen Steuergelder statt für die Verfolgung von Cannabis-Delikten nicht sinnvoller einsetzen könnte.
Eine Verharmlosung ist nicht angebracht. Trotzdem wird die Forderung nach Legalisierung vor allem auf lokaler Ebene auch in Deutschland immer lauter.

Cannabis: Wirkung und Folgen

Therapeutische Anwendung von THC

Medizienischer CannabisTHC (Tetrahydrocannabinol) ist der Stoff in Cannabis, der den Rausch verursacht – aber eben auch andere Wirkungen hat. Spastik (z.B. bei Multipler Sklerose), Schmerzen, Appetitlosigkeit und Abmagerung (bei AIDS und Krebs), Glaukom (erhöhter Augeninnendruck), Asthma, ADS/ADHS: Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM) nennt zahlreiche therapeutische Anwendungsmöglichkeiten von THC. “Zur Therapie all dieser Erkrankungen gibt es bereits wirksame Medikamente. Allerdings helfen diese Medikamente nicht bei allen Patienten ausreichend oder verursachen manchmal starke Nebenwirkungen”, so die ACM. Oftmals könnten Cannabisprodukte auch sinnvoll mit anderen Medikamenten verwendet werden, sodass deren Dosis reduziert werden könne.

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